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Die Natur,der Darwin und die Moral

Zwischen den Starken und den Schwachen ist es die Moral, die gleichstellt.
Die Moral, das ist genau das, was den Darwinismus aushebelt.
Herr Darwin sagt: „Die Welt ist nicht unveränderlich, sondern unterliegt einem kontinuierlichen Veränderungsprozess.“[1]
Das kann man wohl so unterstreichen. Die Welt ist nicht mehr, wie sie früher einmal war. Früher, das ist vor 200 Jahren, oder 100, oder auch 20 Jahren. Es hat sich viel geändert.
Darwin sagt weiterhin, und das bedarf wohl auf Grund seiner allgemeinen Verbreitung keiner Erklärung, dass nur die Bestangepassten diese Veränderungen überleben.
Er redet von Tieren. Es gibt keine Dinos mehr, die waren nicht gut angepasst, als ihre Nahrungsquelle kopeister gegangen ist. Aasfresser waren angepasst, Wühlmäuse auch, beides gibt es heute noch.
Dieses Prinzip auf Menschen zu beziehen wird mit dem (tot)schlagenden Argument des „grundsätzliche[n] Widerstand[es] gegen die Gleichsetzung eines biologischen Ist-Zustandes mit einem moralischen Soll-Zustand“[2] abgetan.
Wir sagen also, dass der biologische Ist-Zustand kein Soll-Zustand ist.
Respekt.
Wenn wir uns darauf schon mal geeinigt haben, und das müssen wir, ansonsten wäre es ja überaus dumm nicht auf den Sozialdarwinismus zu bestehen, ist die zwingende Konsequenz, dass die Glorifizierung jedweder biologischen Ist-Zustände eine Perversion sonder Gleichen ist (ungefähr so, wie der Sozialdarwinismus).
Dass wir Menschen aber, wenn nicht Natur selbst, dann doch zumindest ein natürlicher Bestandteil der Natur sind, ist wohl kaum bestritten. Wir sind Teil der Natur und der Evolution, weil wir uns aus der Natur entwickelt haben, wir waren auch mal behaart, sind auf Bäumen rumgeklettert, haben rumgeschrieen und heavy Metal gehört, manche von uns waren auch mal Affen.
Wenn wir nun aber Teil der Natur sind und Entwicklung etwas natürliches ist, was wir beides schon belegt haben, ist es nur natürlich, dass wir uns entwickelt haben und in unser Entwicklung andere Tiere beeinflusst haben. Wenn sich eine neue Art von Wölfen entwickelt ist es nicht verwunderlich, dass die Hasen die Arschkarte haben.
Wir sind also Raubtiere wie andere Tiere auch. Daher ist es auch natürlich, dass wir fischen, dass wir jagen, dass wir Fleisch essen und aufgrund unsere Intelligenz uns sogar den Tieren bedienen. Somit ist es unnatürlich und eine weitere Perversion dem bewusst zu Wider zu handeln und kein Fleisch zu essen. Weiterhin ist es wohl verurteilenswert den natürlichen Ist-Zustand beibehalten zu wollen, da man sich damit gegen jede Form der Evolution stellt. Daher ist es unnatürlich Wale zu schützen und Berggorillas gegen ihre natürlichen Feine dazuschirmen. Die haben verloren. Das ist Natur. Wir müssen uns eingestehen, dass, nur weil wir mit unsere Welt nicht klar kommen, Natur nicht per se etwas Besseres ist.

 

Oder ist doch die Natur das Ideal, die Moral nichtig und der Sozialdarwinismus eine gute Idee?

 

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin#Werk

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdarwinismus#Kritik

30.6.07 16:44
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


/ Website (30.6.07 16:48)
Wenn der Sozialdarwinismus so wie du ihn hier darstellst eine gute Idee wäre, dann wäre unser Leben nicht lebenswert.


Janea (30.6.07 17:55)
Der Darwinismus existent real im Tierreich, darüber sind wir uns wohl einig. Wenn er im Sozialen unser Leben lebensunwert machen würde, macht er denn das real existierende Leben von Tieren, die dem Darwinismus unterworfen sind, auch lebensunwert?
Damit Tiere ihm unterworfen sind, muss es ja keine gute Idee sein, es ist de facto bloß so.
Ist ihr Leben deswegen unlebenswert?

Das fände ich aber nicht schön.

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